Vollholz terrarium

Das Vollholz-Terrarium

OSB-Terrarien sind praktisch, schnell gebaut und meist preisgünstig. Doch wenn ich ehrlich bin: Schön sind OSB-Terrarien oftmals nicht.

OSB: Pro und Contra

In der Terraristik wird OSB als gut verfügbarer Baustoff gerne genommen - nahezu jeder Baumarkt sägt die einzelnen Platten auf Wunsch zurecht und auch die Stich- oder Kreissäge schneidet gut durch das beliebte Material.

Die Struktur des Materials lässt sich jedoch nicht immer gut verstecken und so sind meine Terrarien bisher eher ein Fall für den Hobbyraum als für das Wohnzimmer.

Dies soll sich nun ändern: Durch Zufall stieß ich auf einen Tischler, der im Internet Terrarien verschiedener Größe anbietet, die nicht nur aus massiven Holzplatten gebaut sind, sondern zudem über eine schöne Panorama-Front verfügen.

Die Bestellung war schnell abgegeben. Leider ging die erste Paketsendung - die Terrarien werden am Stück durch DHL ausgeliefert - verloren, doch der Tischler schickte ohne Murren beinahe sofort einen Ersatz hinterher, der tatsächlich auch nach kurzer Zeit eintraf.

Verfügbare Größen

Das Terrarium wird in verschiedenen Formaten angeboten (Maßangaben jeweils Länge x Breite x Höhe):

Der ersten Eindruck

Das Terrarium wird, wie eingangs erwähnt, am Stück ausgeliefert. Lediglich die Front-Scheiben müssen noch eingehängt werden, was jedoch auch für Laien schnell zu erledigen ist.

Nach dem Auspacken stellte ich zufrieden fest: Das Terrarium sieht richtig gut aus. Die Verarbeitung ist ordentlich (vielleicht gibt es ja bald eine Luxus-Ausführung mit integriertem Leuchtkasten?) und so passt das Terrarium in jedes Wohnzimmer.

Auch unsaubere Schnittkanten sucht man vergeblich - tatsächlich kann das Terrarium sofort eingerichtet und in Betrieb genommen werden.

Arbeiten in Eigenleistung

Das Terrarium wird in der Basisvariante unbehandelt ausgeliefert. Der Hersteller schreibt das auch in der Produktbeschreibung. Für uns heißt das: Feuchtigkeit kann zum Problem werden.

Solltet ihr also Tiere halten wollen, die durchaus einmal besprüht werden oder auf feuchtem Bodengrund leben, so sollte das Terrarium unbedingt versiegelt werden.

In meinem Falle gehe ich das Risiko ein. Als Aufzuchtterrarium wird mein Modell für einen Varanus storri genutzt werden - der Bodengrund ist lehmhaltig und sehr hoch eingebracht, sodass kleinere Mengen an Feuchtigkeit nicht zum Holzboden abgeführt werden.

Ich konnte daher schnell loslegen und brachte mittels Akkuschrauber und Kabelkanälen die Keramikfassungen für die Leuchtmittel ein. Danach konnte der vorbereitete Bodengrund (lest dazu: Grabfähiger Boden gefällig? Lehmsand aus dem Handel ist zu teuer) eingebracht werden. Ein paar vorbereitete Pflanzen (in diesem Falle echte Pflanzen, die sehr hitzeverträglich sind), ein paar Steine zur Strukturierung und fertig war die Einrichtung.

Einfahren des Terrariums

Das Einfahren des Terrariums funktionierte gut: Das Material hält, ähnlich wie bei OSB-Terrarien, die Wärme gut. Das Ausschalten der Lampen führt dann dazu, dass das Material (Holzwände, Bodengrund, Steine) die Wärme langsam abgibt und so ein möglichst naturnaher Temperaturabfall simuliert werden kann. Ich musste, auch dank der Planung zuvor, keine Leuchtmittel tauschen, um die gewünschten Werte zu erreichen.

Auch wenn ich zu Beginn aufgrund der wenigen Lüftungsgitter skeptisch war: Die Luftfeuchtigkeit nahm nach einem Versuch des Einsprühens (Boden stark eingesprüht) rasch wieder ab und pendelte sich im gewünschten Bereich ein.

Das Fazit

Eine schöne Sache. Das Terrarium hat mich tatsächlich überzeugt. Leider ist es, in der von mir bestellten Größe, ca. doppelt so teuer wie vergleichbare Terrarien aus OSB-Zuschnitten, dafür passt es prima ins Wohnzimmer.

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