Botanischer garten

Wo finde ich Pflanzen für mein Terrarium?

Hallo liebe Leser,

durch einige Forenbeiträge auf das Thema aufmerksam geworden, möchte ich euch in diesem Beitrag erklären, wo ich Pflanzen für mein Terrarium finde.

In diesem Beitrag möchte ich meine besten Quellen ein wenig erläutern.

Der einfachste Weg

Der einfachste und bequemste Weg ist wohl das Bestellen einer Pflanze über das Internet. Klar: Amazon und Co. haben nahezu alles im Angebot, was das Herz begehrt. Noch dazu wird es bis zur Wohnungs- oder Haustür geliefert. Bequemer geht es kaum.

Allerdings: Wer im Internet kauft, kauft unbesehen. Es ist durchaus möglich, dass die Pflanze doch nicht so aussieht, wie auf dem Produktbild dargestellt. Noch dazu ist es schwierig einzuschätzen, wie die Pflanzen vor Fraßschädlingen geschützt wurden.

Der Weg zum Baumarkt

Nahezu jeder größere Ort verfügt mittlerweile über einen Baumarkt. Dort findet sich neben Fliesen, Laminat und Zementmischungen oft genug ein beeindruckendes Sortiment an Pflanzen. Vor Ort können diese begutachtet und direkt ins Auto geladen werden.

Auch hier gilt jedoch: Sofern kein Mitarbeiter ehrlich und kompetent Auskunft über eingesetzte Pflanzenschutzmittel geben kann, ist die Pflanze mit Vorsicht in ein Terrarium zu setzen. Es empfiehlt sich, diese zunächst - sofern die Pflanze dies verträgt - abzuspülen.

Die Gärtnerei

Eine Alternative zum Baumarkt: Die Gärtnerei. Allerdings ist die Auswahl hier oft, gerade in Bezug auf Exoten, stark vom Fokus der Gärtnerei abhängig. In meinem Wohnort werden fast ausschließlich Schnittblumen "produziert". Einen Versuch ist es jedoch wert - zumal mit etwas Glück tatsächlich Fachpersonal vor Ort ist, welches über Düngung und Pflanzenschutz berichten kann.

Der botanische Garten

Mein Geheimtipp: Solltet ihr euch in der glücklichen Lage befinden, einen botanischen Garten in eurer Nähe zu haben, so besucht diesen.

Auch unabhängig vom Erwerb einer Pflanze lässt sich vor Ort viel über Herkunft der Pflanzen sowie die klimatischen Bedingungen lernen.

Neben Pflanzen, die die hiesigen Witterungsbedingungen gut vertragen, besitzen viele botanische Gärten auch Gewächshäuser. Dort wird das umgesetzt, was in Terrarien im Kleinen getan wird: Die natürlichen Bedigungen werden nachgestellt. Ob Luftfeuchtigkeit oder Temperatur - auch Pflanzen können sehr spezielle Bedingungen an ihre Umwelt stellen.

In Göttingen sind viele Pflanzen der Herkunft nach aufgestellt, sodass ihr nicht nur eure Wunschpflanze begutachten könnt, sondern vielmehr auch Informationen erhaltet, welche Pflanzen in einem ähnlichen Biotop vorkommen. Welche sind bodendeckend? Welche klettern in die Höhe? Vor Ort erlebt man, was ansonsten durch lange Recherchen in Büchern angelesen werden muss.

Der nächste Vorteil: In wissenschaftlich geführten botanischen Gärten findet sich häufig Fachpersonal. Ob Studenten oder Wissenschaftler - das Angebot an Fachleuten ist riesig.

Und dort bietet sich die Chance des Gesprächs - diesen Einstieg könnt ihr nutzen, um auch freundlich nach jungen Pflanzen oder Ablegern zu fragen. Denn eines dürft ihr auf keinen Fall tun: Einfach Pflanzen ausbuddeln oder abbrechen. Fragt freundlich und ihr werdet sehen, dass erfolgreich vermehrte Pflanzen oft kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag abgegeben werden.

Der heimische Garten

Wusstet ihr, dass euer Garten eine Menge hergibt? Nun - natürlich ist hier das Angebot etwas begrenzter, da sich die Pflanzen in eurem Garten mit dem hiesigen Klima arrangieren müssen. Aber man wird fündig: Brombeersträucher wachsen wunderbar auch in schwierigeren Ecken des Gartens und tragen lange ihr Laub. Selbst im tiefsten Winter findet man so Brombeerblätter, die beispielsweise wunderbar als Futter für diverse Schrecken dienen.

Es gibt mittlerweile sogar winterharten Eukalyptus (Beispiel: Winterharter Eukalyptus 'Azura®' ) - diesen habe ich bisher noch nicht in den Garten gestellt, aber es wird im Frühjahr getestet.

Der Wald

Ihr habt keinen eigenen Garten? Kein Problem: Einige Pflanzen findet man auch im Wald. Ob diese für tropische Terrarien geeignet sind, muss allerdings vorher recherchiert werden. Für ein Schrecken-Terrarium findet sich jedoch ganzjährig im Wald eine Vielzahl möglicher Nahrungsquellen und möglicher Einrichtungsgegenstände. Achtet allerdings darauf, dass ihr Totholz gegebenenfalls vor dem Einsetzen in das Terrarium behandelt.

Ein Tipp: An Stellen, die ein wenig vor rauer Witterung geschützt sind, werdet ihr sicherlich fündig. Eine gut strukturierte Stelle im Wald, beispielsweise eine Senke, schützt die Pflanzen vor strengem Wind und erhöht eure Chancen, fündig zu werden.

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